Riester Rente – der Deutschen liebste Altersvorsorge

Wie funktioniert die Riester Rente?

Riester Rente: Staatlich gefördert zur Altersvorsorge

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet langfristig nicht genügend Leistungen, um allen Beitragszahlern eine ausreichende finanzielle Versorgung im Alter zu gewährleisten. Die private Altersvorsorge wird daher immer wichtiger. Doch noch immer nehmen zu wenige Menschen die finanzielle Zukunft in die eigene Hand.

Die Riester Rente soll einer Vielzahl von Menschen in Deutschland einen Anreiz zur privaten Vorsorge bieten. Denn bei der Riester Rente spart der Versicherte nicht allein. Vielmehr kann er staatliche Zulagen oder Steuervorteile in Anspruch nehmen.

Wer kann die Riester Rente in Anspruch nehmen?

Bei der Riester Rente handelt es sich um private Altersvorsorgeprodukte, wie beispielsweise Rentenversicherungen, Banksparpläne oder Pensionsfonds, die über eine nach gesetzlichen Vorgaben entsprechende Zertifizierung verfügen. Die Tarife müssen dafür besonders sicher sein. Entsprechend handelt es sich also bei den Riester-Renten um normale Altersvorsorgeprodukte, die jeder abschließen kann.

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Um allerdings in den Genuss der Förderung zu kommen, muss man zu einer der folgenden Personengruppen gehören:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, Landwirte oder Selbständige
  • Bezieher von Arbeitslosengeld I oder II, Krankengeld oder Vorruhestandsgeld (bei vorheriger Pflichtversicherung)
  • Pflegepersonen ohne erwerbsmäßige Tätigkeit
  • Beamte, Soldaten und Richter
  • Erwerbsgeminderte oder dienstunfähige Personen
  • Menschen in Kindererziehungszeit und geringfügig Beschäftigte, deren Rentenversicherungsbeitrag voll aufgestockt wird

Selbständige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind, können so beispielsweise keine Zulagen erhalten. Doch auch nicht unmittelbar zulagenberechtigte Menschen können unter Umständen Anspruch auf die staatliche Förderung erhalten, wenn ihr Ehepartner unmittelbar förderberechtigt ist und bestimmte Auflagen erfüllt werden.

Wie funktioniert die Riester Förderung?

Diese Diagramm zeigt die Entwicklung der Riester Zulagen.

Riester Rente: Entwicklung der Zulagen

Das Hauptargument für die Riester Rente sind wohl die staatlichen Zulagen, die der Riester-Sparer zusätzlich zur eigenen Sparleistung erhalten kann. Die Grundzulage beträgt dabei  154 Euro pro Jahr. Haben Sie Kinder, für die Sie Kindergeld empfangen, erhalten Sie zusätzlich die Kinderzulage in Höhe von 185 Euro, bei Kindern, die bis zum Jahr 2008 geboren worden sind. Für Kinder, die ab 2008 geboren worden sind, erhalten Sie sogar 300 Euro an staatlichen Zulagen. Um Anspruch auf die staatliche Riester Förderung zu haben, müssen Sie jedoch insgesamt mindestens vier Prozent Ihres Bruttoeinkommens (wenigstens 60 Euro pro Jahr) in die Riester-Rente einzahlen. Der Maximaleigenbeitrag beträgt seit 2008 bei der Riester-Rente 2.100 Euro pro Jahr.

Riester Zulagen beantragen – So geht‘s

Um in den Genuss der staatlichen Zulagen zu kommen, muss man nicht nur insgesamt mindestens 4 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in die Riester Rente einzahlen. Darüber hinaus muss man die Zulagen auch noch beantragen. Dies kann entweder jährlich geschehen oder aber per Dauerzulagenantrag. Letzterer hat den Vorteil, dass man sich nicht mehr andauernd um den Riester Vertrag kümmern muss. Allerdings kann gerade bei schwankendem Einkommen der Dauerantrag unzureichend sein. Dies ist auch dann ärgerlich, wenn man eher von einer Steuerersparnis profitieren würde. Denn hier können unter Umständen sogar Steuervorteile verloren gehen. Sie sollten also bereits bei Abschluss des Riester Vertrags klären, welche Form der Beantragung sich für Sie empfiehlt.

Günstigerprüfung bei Ehepaaren

Haben beide Ehepaare einen eigenen Anspruch auf Riester Förderung, so kann jeder die Altersvorsorgeaufwendungen bis zum Höchstbetrag von 1.200 Euro geltend machen. Hat ein Ehepartner einen mittelbar förderberechtigen Vertrag so kann dieser den Sonderausgabenabzug nicht nutzen. Die Zulagen und die Beiträge können jedoch beim Sonderausgabenabzug des Ehepartners berücksichtigt werden.

Besonderheit beim Berufseinsteigerbonus

Der Berufseinsteigerbonus beträgt einmalig 200 Euro. Dieser wird beim Sonderausgabenabzug nicht berücksichtigt.

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Wie setzen sich die Kosten der Riester Rente zusammen?

Dieses Diagramm zeigt die Entwicklung der Riester Förderung.

Riester Rente: Das muss eingezahlt werden

Grundsätzlich können Riester-Sparer selbst entscheiden, wie hoch die Beiträge für ihren Riester-Vertrag sein sollen. Die Kosten für die eigene Riester Rente hängen unter anderem von dem ausgewählten Riester-Produkt und der gewünschten Rentenhöhe ab. Wer die volle staatliche Förderung erhalten möchte, muss jedoch einen festgesetzten Mindesteigenanteil leisten. Dieser entspricht vier Prozent des Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr, mindestens muss jedoch ein Sockelbetrag von 60 Euro in den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Unterschreiten die jährlichen Riester-Beiträge die erforderliche Mindestgrenze, erhalten Riester-Sparer anteilig gekürzte Zulagen.

Ist die Kritik an der Riester Rente berechtigt?

Die Riester-Rente gibt jetzt bereits mehr als zehn Jahre und es wurden über 15 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen. Dennoch wird die staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge immer wieder kritisiert. Zu bürokratisch sind die Anträge, zu hohe Riester Kosten würden vor allem von Seiten der Anbieter anfallen. Oft wird auch bezweifelt, ob sich die Riester-Rente am Ende überhaupt für den Sparer lohnt. Dazu werden immer wieder Musterrechnungen vorgelegt, die allerdings schon allein aufgrund der langen Laufzeit und der kaum zu berechnenden Zukunft der Finanzmärkte sehr ungenau sind. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Verträge sind häufig nicht transparent gestaltet, so dass es für Verbraucher ohne professionelle Hilfe oft nicht möglich ist, einzuschätzen, welche Kosten beim jeweiligen Tarif entstehen, welche Gebühren zum Beispiel anfallen. Die Politik sah sich daher bereits mehrfach veranlasst, bei der Riester Rente nachzubessern. So sollen zukünftig standardisierte Produktinformationsblätter nicht nur für die Riester Rente, sondern auch für andere zertifizierte Altersvorsorge-Verträge, wie etwa die Rürup-Rente, den Verbrauchern in gebündelter und leicht verständlicher Form die wichtigsten Daten und Fakten zum jeweiligen Tarif bieten. Dieser Beipackzettel gibt so u.a. die Risikoklasse, Rendite-Erwartung und anfallende Kosten an. So wird es auch für Laien in Zukunft einfacher sein, verschiedene Riester-Produkte und Tarife miteinander zu vergleichen.

Vorteile der Riester Rente- Für wen lohnt sich die Riester Rente?

Die Riester Rente stellt insbesondere für Familien mit mehreren Kindern eine lukrative Form der Altersvorsorge dar, da diese besonders von den staatlichen Zuschüssen profitieren können. Aber auch Gutverdiener ohne Kinder erhalten durch die Riester Rente unter Umständen erhebliche Vorteile, da sich ihre Steuerlast reduziert. Dies kann aber auch durch eine Rürup-Rente erreicht werden, die allerdings auch keine Grundzulage bietet. Menschen mit einem sehr niedrigen Einkommen sollten hingegen genau überprüfen, ob sie durch die Riester Rente Vorteile erhalten. Denn erreichen sie zusammen mit den gesetzlichen Rentenleistungen später nur ein Einkommen unter dem Grundsicherungsbeitrag so war die Sparleistung umsonst, da die Erträge aus der Riester Rente hier verrechnet werden. Durch staatliche Altersvorsorgezulagen, steuerliche Vorteile und die Garantie einer lebenslangen Rente ist der Abschluss eines Riester-Vertrages für viele, die für das eigene Alter vorsorgen möchten, besonders vorteilhaft. Im Vergleich zu anderen Vorsorgeformen bieten die Riester-Produkte den Sparern oftmals mehr Leistungen.

Welche Riester-Sparformen sind möglich?

Wer „riestern“ möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Riester-Produkten. Die klassische Variante der Riester Rente ist ein staatlich geförderter Rentenversicherungsvertrag. Dieser eignet sich insbesondere für Sparer, die Wert auf Sicherheit legen. Neben einer Kapitalgarantie bietet die klassische Riester-Rentenversicherung eine garantierte Mindestrendite auf den Sparanteil. Risikofreudigere Sparer können auch eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung abschließen, die in der Regel auch vergleichsweise höhere Renditeaussichten bietet. Neben der Rentenversicherung fördert der Staat auch Banksparpläne und Fondssparpläne. Bei ersteren handelt es sich um sehr sichere, verzinste Sparverträge, bei letzteren fließt das eingezahlte Geld in Aktien- und Rentenfonds. Seit dem Eigenheimrentengesetz im Jahr 2008 gibt es für deutsche Bürger zudem die Möglichkeit, mit dem so genannten „Wohn-Riester“ ein Darlehen für den Immobilienkauf oder einen Riester-Bausparvertrag für selbstgenutztes Wohneigentum zu erhalten. Welches die optimale Riester-Sparform ist, hängt unter anderem von dem Alter und der Risikobereitschaft des jeweiligen Riester-Sparers ab.

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Riester Rente im Vergleich – Diese Möglichkeiten bestehen

Sparer haben bei der Riester Rente die Möglichkeit diese als klassische oder fondsgebundene Variante, aber auch als Fondsspar- oder Banksparplan abzuschließen. Besonders beliebt ist dabei die klassische Riester  Rente, weil sie sehr sicher ist. Jedoch haben aktuelle Vergleiche auch gezeigt, dass sie unflexibel und teuer ist. Insbesondere die Kosten für Verwaltung und Vertrieb lassen die Rentenleistung stark sinken. Geeignet ist die klassische Variante vor allem für Personen zwischen 30 und 50 Jahren mit einem sicheren Einkommen. Im Vergleich dazu ist der Riester-Fondsparplan besonders für Sparer geeignet, die ein Risiko bei ihrer Altersvorsorge eingehen möchten. Zwar steigen die Renditechancen beim Fondssparplan im Vergleich zur klassischen Riester Rente, gleichzeitig ist der Vertrag jedoch unberechenbar und natürlich risikoreich. Empfehlenswert ist der Riester-Fondssparplan für Personen bis höchstens Mitte 40. Hier können eventuelle Verluste noch ausgeglichen werden. Der Riester-Banksparplan wird von Experten für Personen empfohlen, die sich noch nicht sicher sind, ob die Riester Rente der richtige Weg für die private Altersvorsorge darstellt. Der Banksparplan hat in einigen Riester Rente Vergleichen gezeigt, wie flexibel, sicher und kostengünstig er ist. Zudem bestehen gute Wechselmöglichkeiten zu anderen Riester Produkten. Als letzte Möglichkeit bietet sich die fondsgebundene Riester Rentenversicherung an. Auch diese Vorsorgevariante sollten nur Verbraucher bis Mitte 40 nutzen. Wie auch bei der klassischen Riester Rente ist der Vertrag sehr unflexibel.

Riester RenteRürup Renteprivate Rentenversicherung
Produktvariantenklassisch
fondsgebunden
Fondssparplan Banksparplan
klassisch
fondsgebunden
Sofortrente
aufgeschobene Rentenversicherung
Förderung vom StaatJa, durch Zulagen (Grund- und Kinderzulage, Berufseinsteiger-
bonus)
Ja, durch Steuervorteile bis zu 40.000 EuroNein, reine private Vorsorge
Zielgruppeu.a. alle renten-
versicherungs-
pflichtigen Arbeitnehmer
Keine Einschränkungen, Selbständige, aber auch gutverdienende Arbeitnehmer und Beamtekeine Einschränkungen
KritikBei schlechten Verträgen hohe Kosten für Vertrieb und VerwaltungBei schlechten Verträgen hohe Kosten für Vertrieb und VerwaltungUnrealistische Annahmen der Lebenserwartung
BesonderheitenLebenslange, monatliche Rente und/ oder Kapitalauszahlung, staatliche FörderungNicht mehr kündbar, nur als Leibrente (lebenslange Rente) auszahlbar, staatliche FörderungLebenslange, monatliche Rente und/ oder Kapitalauszahlung
BeitragBeitrag berechnet sich nach Einkommen, es gibt einen MindesteigenbetragVerbraucher entscheiden selbst über die HöheVerbraucher entscheiden selbst über die Höhe

Riester Rente Vergleich 2014: Höchste Rente wählen

Unser Riester Rechner bietet Ihnen einen intensiven Riester Rente Vergleich der verschiedenen Tarife. Gleichzeitig können Sie die Angebote herausfiltern, die Ihren Wünschen am besten entsprechen. Doch nicht nur der Preis- und Leistungsvergleich bewahrt Sie vor einer möglichen Fehlentscheidung. Auch eine Beratung durch einen unabhängigen Experten kann sicherstellen, dass an Ihrer privaten Altersvorsorge nichts auszusetzen ist. In einem persönlichen Gespräch werden nicht nur verschiedene Riester Renten verglichen, sondern es wird auch auf die Vertragsbedingungen der einzelnen Tarife eingegangen.

Riester Rente Test 2013 – 5 Tarife mit guten Noten

Im Riester Test aus dem Jahr 2013 wurden 42 Tarife untersucht. Nur 5 Tarife erhielten die Gesamtbewertung „gut“. Bewertet wurden von Stiftung Warentest die Bereiche Rentenzusage/Kosten, Anlageerfolg, Transparenz und Flexibilität der Verträge. Zu den Riester Rente Testsiegern gehören die Angebote der

  • HUK24 „Riester Rente“
  • Alte Leipziger „Fiskal“
  • Hannoversche „Riester Rente Plus“
  • Hannoversche „HL Garant“
  • HanseMerkur „Riester Care“

Deutlich wird in diesem Riester Rente Test, dass es nur wenige Angebote am Markt gibt, die eine solide Altersvorsorge ermöglichen. Wählen Verbraucher aber einen passenden und günstigen Tarif, lohnt sich die Riester Rente als Vorsorge in jedem Fall.

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Neuer Riester Rente Vergleich mit Produktinformationsblatt ab 2014

Da bei vielen Riester Vergleichen herausgefunden wurde, dass die Kosten von Vertrag zu Vertrag sehr unterschiedlich sein können, wurde zum 01.Juli 2013 das Produktinformationsblatt eingeführt, das den Riester Rente Vergleich transparenter macht. Der Aufbau und der Inhalt des Produktinformationsblattes sind gesetzlich vorgegeben. Denn der Riester Rente Vergleich soll für den Verbraucher und Kunden so leicht wie möglich gehalten werden. Das bedeutet das Produktinformationsblatt für die Riester Rente:

  • Aufschlüsselung bestimmter Kosten- und Renditekennziffern
  • Aufschlüsselung der Effektivkosten
  • Einteilung in Chancen-Risiko-Klassen
  • Aufnahme der Kostenregelungen

Riester Rente und der Garantiezins

Klassische Riester-Rentenversicherungen bieten den Sparern eine garantierte Verzinsung. Diese richtet sich zumeist am Höchstrechnungszins – allgemein auch Garantiezins genannt – und beträgt zurzeit bis zu 1,75 Prozent. Voraussichtlich zum Jahr 2015 wird der Garantiezins auf 1,25 Prozent abgesenkt. Die Versicherer dürfen Riester-Sparern dann also maximal 1,25 Prozent Zinsen auf ihre Anlage versprechen.

Klassische Riester Rente – Rendite wird durch Überschussbeteiligungen bestimmt

Dabei macht die Garantieverzinsung nur einen kleinen Teil der Rendite aus. Denn wirtschaftet das Unternehmen gut, so werden die Sparer in Form von Überschussbeteiligungen am Gewinn beteiligt. Auf diese Weise ergibt sich in der Regel eine weitaus höhere Rendite, als der Garantiezins vermuten lässt. Allerdings hängen die Überschussbeteiligungen stark vom Anlageerfolg und dem Zinsumfeld auf den Kapitalmärkten ab. Verlässliche Aussagen zu den Überschussbeteiligungen lassen sich daher nicht machen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Riester Rente in der Regel eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten hat, sind genaue Vorhersagen nicht möglich.

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