Private Altersvorsorge 2014 – so wichtig wie nie zuvor

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Varianten der privaten Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Da die gesetzlichen Rentenleistungen schon jetzt gering ausfallen und in absehbarer Zeit weiter sinken werden, sollten deutsche Bürger sich frühzeitig um ein ausreichendes und sicheres Zusatzeinkommen im Alter kümmern. Verschiedene Formen der privaten Altersvorsorge werden den unterschiedlichen Wünschen, Möglichkeiten und Bedürfnissen der Sparer gerecht.

Ohne die private Altersvorsorge geht es nicht mehr. Dass die privaten Vorsorgeprodukte immer wichtiger werden, zeigt sich unter anderem darin, dass auch der Staat versucht, möglichst viele Deutsche zur privaten Vorsorge zu motivieren. Gesetzlich Rentenversicherte erhalten eine staatliche Förderung mit der Riester Rente, Selbständige profitieren bei der Rürup Rente von steuerlichen Vorteilen, die der Staat ihnen gewährt. Verbraucher können sich außerdem für eine Rentenversicherung oder eine Lebensversicherung entscheiden, um privat für den Lebensabend vorzusorgen.

Private Vorsorge in 2014 wichtiger denn je

Die Höhe der gesetzlichen Rentenzahlungen nimmt ab und wird künftig kaum noch den tatsächlichen Geldbedarf eines Rentners decken können. Um die Lücke zwischen den späteren Renteneinkünften und dem eigentlich notwendigen Einkommen im Alter zu schließen, ist eine private Altersvorsorge ratsam. Für Selbständige, die grundsätzlich gar keine Rentenleistungen vom Staat erhalten, ist sie sogar ein Muss. Um Sicherheiten für die Zeit nach dem Berufsleben zu schaffen und Altersarmut vorzubeugen, ist es auch für junge Menschen von großer Bedeutung, schon jetzt finanziell für das Alter vorzusorgen.

Varianten der privaten Altersvorsorge – Was lohnt sich?

Welche Form der Vorsorge für den einzelnen am besten geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation ab. Für Arbeitnehmer kann sich neben der betrieblichen Altersvorsorge vor allem die private Altersvorsorge mit der Riester Rente lohnen. Der Staat unterstützt die Vorsorgebemühungen aller gesetzlich Rentenversicherten mit Altersvorsorgezulagen und Steuervorteilen.

Für Sparer, die nicht „riestern“ wollen oder dürfen, gibt es natürlich auch Alternativen zur Riester Rente. Unter anderem können sie sich für eine Renten- oder Kapitallebensversicherung entscheiden. Bei beiden Vorsorgeformen können Versicherte Beiträge einzahlen, die sie im Alter – im optimalen Fall mit einer entsprechenden Rendite – wieder ausgezahlt erhalten. Für Selbständige bietet der Staat die so genannte Basisrente, auch Rürup Rente genannt. Einen Großteil ihrer Beiträge für die Rürup Rente dürfen Selbständige steuerlich geltend machen. Mit welcher Vorsorgeform Sparer am besten für das eigene Alter vorsorgen können, kann gemeinsam mit einem Anlageexperten geklärt werden.

Privat fürs Alter vorsorgen – Produkte im Detail

  • Mit der Rürup Rente Steuern sparen

Als erste Variante zur privaten Altersvorsorge bietet sich die Rürup Rente an. Diese ist vor allem für Selbständige und Freiberufler, aber auch für gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte aufgrund der Steuervorteile interessant. Anders als die Riester Rente wird die Rürup Rente nicht über staatliche Zulagen gefördert, sondern durch Steuervergünstigen. Dabei können im Jahr 2014 bereits 78 Prozent der Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für gemeinsam veranlagte Ehepaare pro Jahr. Die Auszahlungen der Rürup Rente unterliegen – genau wie bei der Riester Rentenversicherung – der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet: In der Ansparphase gibt es Steuervorteile und in der Rentenphase müssen auf die Auszahlungen Steuern gezahlt werden.

  • Betriebliche Altersvorsorge mithilfe des Arbeitgebers

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge. Hier beteiligt sich der Arbeitgeber teilweise oder sogar ganz an dem Aufbau einer privaten Betriebsrente. Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es verschiedene Durchführungswege: Direktversicherung, Direktzusage, Pensionsfonds, Pensionskassen sowie Unterstützungskassen. Am beliebtesten ist hier die Direktversicherung. Der Arbeitgeber geht einen Vertrag mit einem Lebensversicherungsunternehmen ein. Dabei werden die Beiträge direkt vom Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers in den Vertrag eingezahlt. So wird nicht nur für den Arbeitnehmer eine private Altersvorsorge aufgebaut, sondern gleichzeitig sinken auch die Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung.

  • Vermögenswirksame Leistungen als Altersvorsorge nutzen

Auch vermögenswirksame Leistungen – kurz vL – können als Altersvorsorge eingesetzt werden. Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Maximal kann der Arbeitgeber Sie mit bis zu 40 Euro pro Monat unterstützen. Auch bei den vL bestehen mehrere Möglichkeiten der Durchführung: Sie haben die Wahl zwischen einem Banksparplan, einem Bausparvertrag, der Tilgung einer Baufinanzierung oder einem Aktienfondssparplan. Wie auch die Rürup- oder Riester Rente kann der Staat die vermögenswirksamen Leistungen durch die Arbeitnehmersparzulage fördern.

  • Immobilien als Altersvorsorge immer beliebter

Die Immobilie als Altersvorsorge wird für die Deutschen immer interessanter. Im Alter mietfrei zu leben und damit Geld zu sparen, klingt verlockend und vor allem sinnvoll. Dabei gibt es jedoch auch einige Punkte zu beachten. So sollte zum Renteneintritt die Immobilie zu mindestens 90 Prozent abbezahlt sein. Ebenso darf die Immobilie nicht die einzige Altersvorsorge ausmachen. Daneben sollte monatlich Geld zurückgelegt werden, um eventuell anfallende Reparaturarbeiten erledigen zu können. Denken Sie auch daran, dass Sie im Alter vielleicht nicht mehr so mobil und gut unterwegs sind. Die Immobilie sollte daher bereits zum Anfang den Anforderungen ans Alter entsprechen.

  • Private Rentenversicherung als klassische Altersvorsorge

Die private Rentenversicherung ist ein Versicherungsvertrag, der eine lebenslange Rente vorsieht. Diese Altersvorsorge wird jedoch nicht vom Staat gefördert. Abgeschlossen wird die private Rentenversicherung als Sofortrente oder als aufgeschobene Rentenversicherung. Nach Versicherungsende erhält der Versicherungsnehmer die monatliche Auszahlung als Leibrente.

  • Kapitalbildende Lebensversicherung zur Vorsorge im Alter

Als Altersvorsorge kommt ebenso die kapitalbildende Lebensversicherung in Frage. Sie vereint zwei Vorsorgeprodukte. Auf der einen Seite die Risikolebensversicherung, die nur bei Tod des Versicherungsnehmer fällig wird und auf der anderen Seiten einen Sparvertrag, der als Altersvorsorge genutzt wird. Die Beiträge zur Kapitallebensversicherung richten sich nach dem Eintrittsalter, der gewünschten Versicherungssumme sowie der Laufzeit des Vertrags. Eine Kapitallebensversicherung wird als langjährige Vorsorge abgeschlossen, sodass sich Versicherungsnehmer sicher sein sollten, dass sie den Vertrag durchhalten. Eine staatliche Förderung gibt es bei dieser privaten Altersvorsorge nicht.

Individuelle Beratung zur Altersvorsorge nutzen

Die Entscheidung für ein privates Vorsorgeprodukt hat einen großen Einfluss auf die zukünftige finanzielle Lage eines Menschen und sollte aus diesem Grund sorgfältig überlegt und abgewogen werden. Welcher Weg der privaten Altersvorsorge der richtige für Sie ist, kann am besten in einem ausführlichen und persönlichen Beratungsgespräch besprochen werden. Nutzen Sie die Möglichkeit einer kostenlosen und unverbindlichen Beratung durch einen geprüften und Vorsorge-Experten und machen Sie jetzt den ersten Schritt für einen finanziell sorgenfreien Lebensabend.