Die Vor- und Nachteile der Reister-Rente im Überblick

  • Wir finden die passende Riester-Rente für Sie
  • Viele Tipps zur Riester-Rente
  • Individuelle Beratung von unseren Experten

Die Riester-Rente hat viele Vorteile. Der Staat fördert Riester-Sparer durch Zulagen und Steuervorteile. Vor allem für Familien mit Kindern und jüngere Berufstätige kann sich diese private Altersvorsorge lohnen. Die Riester-Rente muss immer wieder Kritik einstecken. Dennoch haben in Deutschland mittlerweile schon fast 17 Millionen Menschen einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Die Anzahl von Versicherungs-verträgen, Banksparverträgen, Fondsverträgen und Wohn-Riester-Verträgen steigt nach wie vor stetig. Das liegt vor allem an den zahlreichen Vorteilen, die die staatlich geförderte Riester-Rente zu bieten hat.

Abgeschlossene Riester-Verträge

Die Riester-Rente bietet insbesondere für Familien zahlreiche Vorteile. Allerdings sollten bei der privaten Altersvorsorge alle Faktoren, also auch mögliche Nachteile bedacht werden. So gibt es auch bei der Riester-Rente Regelungen, die gegebenenfalls negative Auswirkungen haben können bzw. Einschränkungen, die andere Formen der Altersvorsorge nicht haben. Auf unserer Seite zu den Riester-Rente Nachteilen haben wir die wichtigsten Fakten in der untenstehenden Tabelle zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze

Vorteile
Staatliche Förderung durch Zulagen und Steuervorteile
Sichere Altersvorsorge: Die eingezahlten Beiträge zuzüglich der Zulagen
Kapital vor Privatinsolvenz geschützt und bei der Berechnung von Hartz IV
Kapitalentnahme bei Rentenbeginn
Produktinformationsblatt zur besseren Vergleichbarkeit

Nachteile
Komplexe und intransparente Verträge
Nachgelagerte Besteuerung
Vererbbarkeit eingeschränkt: Kapital kann auf den Vertrag des Ehepartners übertragen werden

Die Vorteile der Riester-Rente

Zunächst einmal lohnt sich die Riester-Rente, weil sie eine wichtige Ergänzung zu der immer geringer werdenden gesetzlichen Rente darstellt. Verschiedene Studien zeigen immer wieder, dass die gesetzliche Rente allein für viele im Alter definitiv nicht ausreichen wird, um den eigenen Lebensstandard zu halten. Aus diesem Grund gewinnen die ergänzende private und betriebliche Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung. Die Riester-Rente ist eine wichtige Möglichkeit der zusätzlichen Vorsorge, mit der eine finanzielle Sicherheit für die Zeit nach dem Berufsleben geschaffen werden kann.

1. Umfassende staatliche Förderung der Riester-Rente

Ein eindeutiger Vorteil der Riester-Rente ist die umfassende Förderung, die der Staat Riester-Sparern in Form von Zulagen und Steuervorteilen gewährt. Jeder, der einen bestimmten Mindestbetrag in einen Riester-Vertrag einzahlt, kann einen Zulagenantrag stellen. Der Staat unterstützt die Sparbemühungen des Riester-Sparers dann jährlich mit einer Grundzulage in Höhe von 154 Euro bis 2017 (ab 2018: 175 Euro). Wer Kinder hat, die vor 2008 geboren wurden, kann zusätzlich eine Kinderzulage von 185 Euro pro Jahr erhalten. Für Familien mit Kindern, die ab 2008 geboren wurden, werden sogar 300 Euro jährlich in den Riester-Vertrag eingezahlt. Berufsanfänger, die unter 25 Jahre alt sind, profitieren außerdem von einem einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Zulagen und Steuervorteile für Riester-Sparer

Neben den Zulagen gibt es noch weitere Riester-Rente Vorteile. So können Beiträge und Zulagen gemeinsam als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Seit dem Jahr 2008 liegt der höchstmögliche Sonderausgabenabzug bei 2.100 Euro pro Jahr. Das Finanzamt prüft dann, ob sich eine zusätzliche Steuerersparnis für den Riester-Sparer ergibt. Insbesondere Singles ohne Kinder profitieren in der Regel von dieser Riester-Förderung.

Mehr finanzielle Sicherheit für den Ruhestand

Mit der Riester-Rente ist die zusätzliche Rente im Alter garantiert, denn für Vorsorgesparer mit der ergänzenden Altersvorsorge besteht Kapitalschutz. Damit ist sichergestellt, dass alle eingezahlten Beiträge zuzüglich der staatlichen Zulagen garantiert für die Auszahlungsphase zur Verfügung stehen. Beim Riestern kann man sich somit einer lebenslangen, stabilen Rente sicher sein.

Anders als bei anderen Formen der Altersvorsorge sind die Rücklagen für das Rentenalter zudem pfändungssicher, sofern die Riester-Rente staatlich gefördert wird. Das angesparte Kapital darf weder bei einer Privatinsolvenz noch beim Bezug von Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet werden. Dies ist einer der bedeutendsten Riester-Rente Vorteile, denn komme was wolle: Die angesparte Rente ist sicher. Das Risiko, dass später weniger ausgezahlt wird als während der Ansparphase eingezahlt wurde, besteht nicht. Fordern Sie jetzt ein Angebot an.

2. Einmalauszahlung bei der Riester-Rente

Grundsätzlich dient die Riester-Rente dazu, im Alter regelmäßige Rentenzahlungen zusätzlich zur gesetzlichen Rente zu erhalten. Zum Rentenbeginn können sich Vorsorgesparer bei Bedarf jedoch auch einmalig eine größere angesparte Summe am Stück auszahlen lassen – und sich damit zu Beginn des Ruhestands beispielsweise einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Bei einer solchen Einmalzahlung dürfen bei Verträgen, die vor 2005 vereinbart worden sind, maximal 20 Prozent des gesamten Kapitals ausgezahlt werden. Bei später abgeschlossenen Riester-Verträgen ist es sogar möglich, bis zu 30 Prozent des Gesamtkapitals auf einen Schlag zu Rentenbeginn zu erhalten, ohne den Zulagenanspruch zu verlieren.

Fazit: Riester-Rente Vorteile gibt es viele

Entgegen der häufigen Kritik kann die Riester-Rente durchaus lohnenswert sein. Die Förderung und eine lebenslange, sichere Rente sprechen in vielen Fällen dafür, einen Riester-Vertrag abzuschließen. Wichtig ist hierbei natürlich, ein möglichst vorteilhaftes Angebot zu finden, das zu dem individuellen Bedarf passt.

Die Nachteile der Riester-Rente

Gerade für Laien besteht einer der Riester-Rente Nachteile in der Komplexität der Verträge. Diese sind für den Verbraucher oft nur schwer zu verstehen. Insbesondere wie hoch die Kosten für den jeweiligen Vertrag ausfallen, welche Gebühren also beispielweise fällig werden, ist meist ohne fachkundige Hilfe nicht abzuschätzen. In Zukunft soll ein Beipackzettel für alle staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte, neben der Riester-Rente also auch Policen zur Rürup Rente, Auskunft über Kosten und mögliche Rendite geben. Bisher ist so ein Produktinformationsblatt aber noch nicht verpflichtend, so dass Verbraucher am besten die Beratung durch einen Vorsorge- Experten wählen sollten, um nicht Gefahr zu laufen, einen überteuerten Tarif zu wählen.

1. Hohe Lebenserwartung vorausgesetzt

Die Riester-Rente wird zudem oft dafür kritisiert, dass sie sich erst ab einem bestimmten Alter lohnt. Kritiker bemängeln, dass bei der Berechnung der Verträge eine zu hohe Lebenserwartung angesetzt wird. Die Auszahlungen aus dem Riester-Vertrag würden daher nur dann die Einzahlungen übersteigen, wenn man ein hohes Alter erreicht. In der Finanztest (Ausgabe 05/2012) wurde dieser Vorwurf analysiert. Tatsächlich ist es laut den Testern so, dass ein Riester-Kunde zirka 82 Jahre alt werden muss, um die eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen in Form von Rentenzahlungen zurück erhalten zu haben. Jedoch berücksichtigt diese Rechnung nicht die erwirtschafteten Überschüsse.

Wie der Finanztest feststellt:

Wirtschaftet der Versicherer gut, so lohnt sich die Riester-Rente schon weitaus früher. Es ist also wichtig, einen guten Versicherer zu wählen.

► Lesen Sie dazu auch unsere Rubrik „Riester-Rente Test„.

2. Nachgelagerte Besteuerung

Vielen Riester-Sparern ist nicht bewusst, dass auf die Leistungen im Alter durchaus Steuern gezahlt werden müssen. Dadurch verringert sich der Ertrag aus der Riester-Rente. Jedoch ist die Riester Rente während der Ansparphase steuerbegünstigt. So stellt die nachgelagerte, also aufgeschobene, Besteuerung für die meisten Riester-Sparer sogar einen Vorteil dar. Denn da der persönliche Steuersatz durch das niedrigere Einkommen bei den meisten Menschen im Alter geringer ausfällt, werden insgesamt auch weniger Steuern fällig als wenn die Einzahlungen bereits abgabepflichtig gewesen wären. Jedoch sollte man bei der Planung der individuellen Altersvorsorge die nachgelagerte Besteuerung mit berücksichtigen.

3. Vererbbarkeit ist stark eingeschränkt

Die Riester-Rente lässt sich pauschal nicht vererben. Denn es handelt sich um einen personengebundenen Altersvorsorge-Vertrag. Allerdings besteht die Möglichkeit das bisherige Guthaben auf den Riester-Vertrag des Ehepartners, sofern vorhanden, zu übertragen. Ist dies nicht der Fall, dann erhalten die Erben nur die eingezahlten Beiträge, jedoch abzüglich der staatlichen Zulagen und der Steuerbegünstigungen ausgezahlt. Doch auch hier gibt es Unterschiede. So hängt die Vererbbarkeit stark von der Art des Riester-Vertrags ab.

Handelt es sich beispielsweise um einen geförderten Fonds- oder Banksparplan, dann kann das angesparte Kapital problemlos vererbt werden. Bei einer Riester-Rentenversicherung sind die jeweiligen Vertragsbedingungen entscheidend. Hier besteht allerdings die Möglichkeit, eine Rentengarantiezeit zu vereinbaren. Das heißt, die Hinterbliebenen, wie Ehegatte oder Kinder, erhalten bei Tod des Versicherungsnehmers auf jeden Fall bis zum Ende der Garantiezeit Leistungen aus der Riester-Rente. Wer hierauf Wert legt, sollte dies bei einem Vergleich unbedingt beachten und dem Berater sofort mitteilen.

4. Geringverdiener müssen genau rechnen

Familien können durch die Kinderzulage erheblich von der Riester-Rente profitieren. Wer jedoch nur ein sehr geringes Einkommen hat, muss auch dann, wenn er bzw. sie Kinder hat, überprüfen, ob sich die Einzahlungen in die Riester-Rente wirklich rentieren. Denn die Leistungen aus der Riester-Rente werden mit der Grundsicherung im Alter und bei Berufsunfähigkeit verrechnet. Diese erhält man, wenn man trotz Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung im Alter nur Ansprüche aus der Rentenversicherung hat, die unter dem Grundsicherungsniveau von derzeit zirka 688 Euro im Monat liegen.

Frauen sollten sich genau beraten lassen

Im Einzelfall kann dies bedeuten, dass man jahrelang in die Riester-Rente einzahlt, dann aber nichts von den Leistungen hat, da diese mit der Grundsicherung gegengerechnet werden. Insbesondere Frauen, die jahrelang aufgrund von Kindererziehung aus dem Berufsleben ausscheiden und Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sollten sich vor Abschluss einer Riester-Rente daher genau beraten lassen.

Diesen Beitrag teilen!