Riester Zulagen: Was bekommen Sparer?

Die Riester Zulagen unterteilen sich in Grund- und Kinderzulage sowie dem Berufseinsteigerbonus.

Welche Riester Zulagen gibt es?

„Riestern“ können alle Deutsche, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind. Daneben haben auch Nicht- Versicherte der Rentenversicherung die Möglichkeit eine Riester Rente abzuschließen und zwar wenn deren Ehepartner zum unmittelbaren Personenkreis gehört. Die Subvention der Riester Rente unterteilt sich in Steuervorteile oder staatliche Zulagen. Letztere werden in Grund- und Kinderzulage sowie Berufseinsteigerbonus unterschieden.

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Riester Zulagen – So funktioniert’s

Die Förderung der Riester Rente ist mit dem Altersvermögensgesetz (AvmG) im Jahr 2002 eingeführt worden und wird in den Paragraphen 10a, 79 ff. des Einkommenssteuergesetz geregelt. Ziel der Riester Rente ist es das sinkende Rentenniveau – dieses wurde von 70 auf 67 Prozent reduziert – auszugleichen.

Seit dem Jahr 2008 müssen 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag eingezahlt werden, um die vollen Riester Zulagen zu erhalten. Sparer, die weniger in den Vertrag einzahlen, bekommen die Riester Zulagen nur anteilig. Seit dem Jahr 2005 gilt der Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr. Dieser Sockelbetrag muss mindestens geleistet werden, um überhaupt die Zulagen zu erhalten.

Grund- und Kinderzulage – Wie viel zahlt der Staat?

Jeder Deutsche, der eine Riester Rente abschließt, erhält die so genannte Riester Grundzulage. Diese beträgt seit 2008 154 Euro. Sparer, die kindergeldberechtigte Kinder haben, erhalten zudem noch

  • 185 Euro für Kinder, die vor dem Jahr 2008 geboren oder
  • 300 Euro für Kinder, die nach dem Jahr 2008 geboren sind.

Die Kinderzulage steht dem Kindergeldempfänger zu. Auf Antrag kann die Kinderzulage auch dem Vertrag des Vaters zugerechnet werden.

Beispielrechnung:

Sabine M. ist 35 Jahre alt und arbeitet als Angestellte im Einzelhandel. Sie hat 2 Kinder – 10 Jahre und 4 Jahre alt. Im Vorjahr hat sie 30.000 Euro brutto verdient. Ihren Monatsbeitrag zur Riester Rente kann sie einfach selbst errechnen. 4 Prozent (um die vollen Riester Zulagen zu erhalten) von 30.000 Euro sind 1.200 Euro. Hiervon werden ihre Grundzulage 154 Euro sowie die Riester Kinderzulage abgezogen. Die Kinderzulage beträgt einmal 185 Euro (für das Kind vor 2008 geboren) und einmal 300 Euro (für das Kind nach 2008 geboren). Nach Abzug der Riester Zulagen muss sie jährlich 561 Euro einzahlen. Monatlich entspricht das einem Beitrag von 46, 75 Euro. Natürlich kann Sabine M. auch mehr in ihre Riester Rente einzahlen, um die spätere Rente zu erhöhen.

Ehepaare müssen zwei separate Verträge abschließen, um jeweils die Riester Zulage zu erhalten. Ehepartner, die nicht unmittelbar förderfähig sind, müssen mindestens den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr einzahlen, um die staatlichen Leistungen zu erhalten.

Berufseinsteigerbonus – Die Zulage für Berufsanfänger

Neben der Grund- und Kinderzulage gibt es noch den so genannten Berufseinsteigerbonus. Hier erhält der Sparer im ersten Jahr eine um 200 Euro erhöhte Grundzulage, wenn er am 01. Januar des Jahres, in dem er die Riester Rente abgeschlossen hat, das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Zudem muss er unmittelbar zulagenberechtigt sein und nach dem 31. Dezember 1982 geboren sein. Jetzt Zulagen sichern und ein Angebot anfordern.

Beispielrechnung:

Andreas B. ist 22 Jahre alt und hat seine Ausbildung als Elektriker abgeschlossen. Im Vorjahr hatte er ein Bruttojahreseinkommen von 18.000 Euro. Kinder hat er noch keine. Wieder errechnet sich der Beitrag zu seiner Riester Rente mit 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens – also 720 Euro. Von den 720 Euro werden nun die Grundzulage (154 Euro) sowie der einmalige Berufseinsteigerbonus (200 Euro) abgezogen. So kommt Andreas B. auf einen monatlichen Beitrag von 30,50 Euro im ersten Jahr. Sollte er weniger einzahlen, erhält er die Riester Zulagen nur anteilig. Ebenso den Berufseinsteigerbonus.

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Riester Zulagen – Darauf sollten Sie achten

Um die vollen Riester Zulagen zu erhalten, müssen immer 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag eingezahlt werden. Daher ist es wichtig Gehaltsänderungen auch bei der Riester Rente anzupassen. Ansonsten gibt es die Zulagen nur noch anteilig.

Am besten fährt der Sparer auch mit dem Dauerzulagenantrag. Denn die Riester Zulagen werden nicht automatisch gezahlt. Mit dem Dauerzulagenantrag bevollmächtigt der Kunde seinen Anbieter, dass dieser den Antrag einreichen kann. Somit ist gewährleistet, dass die Riester Zulagen jedes Jahr fließen.