Wie hoch sind die Kosten der Riester Rente?

Der Staat belohnt Riester-Sparer mit Zulagen, steuerlichen Vorteilen und der Garantie einer lebenslangen Rentenzahlung. Die Idee dieser Förderung ist es, möglichst viele Deutsche zur privaten Altersvorsorge zu motivieren. Um alle Vorteile der Riester Rente abzugreifen, müssen die Bürger einen Mindesteigenanteil in ihren Riester-Vertrag einzahlen.

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Wie hoch die Riester Rente Kosten für den einzelnen ausfallen, liegt unter anderem daran, für welches Riester-Produkt der Sparer sich entscheidet und welche Rentenhöhe er im Alter anstrebt. Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, verlangt der Staat von allen, die „riestern“, einen Mindesteigenbeitrag.

Die Riester Rente lohnt sich jedoch nicht für jeden. Vor allem Familien mit Kindern und Geringverdiener profitieren von den staatlichen Förderungen, wie der aktuelle Riester Rente Test zeigt. Ob diese Form der privaten Altersvorsorge auch für Sie interessant ist und mit welchen Kosten Sie monatlich rechnen müssen, zeigt Ihnen auch unser kostenloser Riester Rechner.

Mindesteigenbeitrag bei der Riester Rente

Dieses Diagramm zeigt die Entwicklung der Riester Förderung.Zu den Riester Rente Kosten, die Riester-Kunden aufbringen müssen, zählt der festgeschriebene Mindesteigenbeitrag. Dieser ergibt sich als Prozentsatz des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr abzüglich der ungekürzten Zulage des laufenden Jahres. Seit dem Jahr 2008 wird ein jährlicher Eigenbeitrag von vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens vermindert um die jeweiligen Zulagen von Riester-Sparern verlangt.

Ein Rechenbeispiel: Jemand, der im Jahr 2011 ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen in Höhe von 30.000 Euro erzielt hat und dem im Jahr 2012 Riester-Zulagen in Höhe von 339 Euro (154 Euro Grundzulage plus 185 Euro Kinderzulage) zustehen, muss 2012 einen Riester-Eigenbeitrag von 861 Euro leisten, damit er einen Anspruch auf die volle Förderung hat.

So berechnen sich die Riester Kosten:

  • 4 % von 30.000 Euro (Bruttoeinkommen aus dem Vorjahr) = 1.200 Euro
  • 1.200 Euro (4 % des Bruttovorjahreseinkommens) – 339 Euro (154 Euro Grundzulage und 185 Euro Kinderzulage) = 861 Euro

Je nach Riester-Vertrag kann der Förderberechtigte seine Beiträge entweder jährlich oder auf das Jahr verteilt monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich entrichten. Die Einzahlung inklusive der Zulagen darf 2.100 Euro im Jahr nicht überschreiten. Außerdem hat der Gesetzgeber einen Sockelbetrag von 60 Euro festgelegt, den der Riester-Sparer mindestens einzahlen muss, um die volle Riester Förderung zu erhalten. Unterschreiten die Riester-Beiträge die jeweils erforderliche Mindestgrenze, werden die staatlichen Zulagen anteilig gekürzt.

Abhängig vom jeweiligen Vertrag ist Riester-Kunden auch eine vorübergehende Beitragsfreistellung möglich. Wird der Riester-Vertrag auf Wunsch des Riester-Sparers beitragsfrei gestellt, entfällt jedoch auch die staatliche Förderung für den Zeitraum, in dem der Sparer nicht in seinen Vertrag einzahlt.

Riester Kosten – Welche Produkte sind zu empfehlen?

Kritiker bemängeln bei der Riester Rente häufig die zu hohen Kosten für Vertrieb und Verwaltung. Auch Stiftung Warentest zeigt in ihrem aktuellen Test auf, dass sich nur wenige Riester Renten lohnen.

Bei der Höhe der Kosten unterscheiden sich nicht nur die Produkte, sondern auch die Anbieter. Unterschieden werden u.a. Direkt- und Filialversicherer. Verbraucher, die die Kosten gering halten möchten, sollten die Riester Rente bei einem Direktversicherer wählen, denn hier spart er Kosten für Vertrieb und Verwaltung, da die Produkte meistens nur online oder per Telefon angeboten werden. Sparer, die wert auf eine persönliche Beratung legen, sind bei einem Filialversicherer gut aufgehoben.

Zudem kommt es bei den Riester Kosten auf das jeweilige Produkt an. Daher haben wir in unten stehender Tabelle die verschiedenen Varianten und die Kostenbelastung für den Kunden gegenübergestellt.

Klassische Riester Rente

Hier werden hohe Abschlusskosten fällig, die auf die ersten 5 Jahre aufgeteilt werden.

Fondsgebundene Riester Rente

Wie auch bei der klassischen Riester Rente sind die Kosten hier sehr hoch.

Riester Banksparplan

Hier werden keine Abschlusskosten vom Anbieter verlangt.

Riester Fondssparplan

Auch bei den Fondssparplänen fallen Kosten an. Viele Versicherer verlangen mehr als 4 Prozent der Beitragssumme.

Aus dieser Übersicht wird deutlich, dass insbesondere die klassische und fondsgebundene Riester Rente teuer sein kann. Sie sind gleichzeitig aber auch die beliebtesten Produkte. Daher ist es wichtig die Produkte hinsichtlich der anfallenden Kosten zu vergleichen. Hier hat die Bundesregierung mit dem Produktinformationsblatt den ersten Schritt gemacht.

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Produktinformationsblatt schlüsselt Kosten der Riester Rente auf

Im Rahmen des Altersvorsorge Verbesserungsgesetzes wurden bei der Riester Rente Kostenänderungen vorgenommen.

  • Durch ein einheitliches Produktinformationsblatt sollen die Kosten des Tarifs besser dargestellt werden. Somit wird den Verbrauchern ermöglich verschiedene Angebote besser miteinander vergleichen zu können.
  • Dazu werden die Kosten bei einem Anbieterwechsel begrenzt. Maximal darf der Versicherer 150 Euro Wechselkosten erheben. Der neue Anbieter darf die Abschluss- und Vertriebskosten nur auf max. 50 Prozent des Kapitals anrechnen.