Kinderzulage bei der Riester Rente

Die Riester Rente Kinderzulage macht einen Riester-Vertrag besonders für solche Sparer interessant, die Kinder haben. Neben der Grundzulage erhalten sie Jahr für Jahr staatliche Zuschüsse für ihren Nachwuchs. Doch wer profitiert eigentlich von der Riester Kinderzulage, Mutter oder Vater? Ein Überblick für Riester-Sparer und solche, die es werden wollen.

Das Wichtigste auf einem Blick zur Kinderzulage bei der Riester Rente:

Riester Rente Kinderzulage: Wie hoch ist die Förderung?

Mit einer Riester Rente können Sparer jährliche Zulagen vom Staat erhalten. Neben der jährlichen Grundzulage, die aktuell bei 154 Euro pro Person liegt, gewährt der Staat allen Riester-Sparern mit Kindern zusätzliche Kinderzulagen. Für jedes Kind, für das die Eltern Kindergeld erhalten, werden die Zulagen einmal pro Jahr in den Riester-Vertrag eingezahlt.

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In den vergangenen Jahren hat sich die Zulage für Kinder dabei nach und nach erhöht. So bekamen Riester-Kunden im Jahr 2003 46 Euro für den Nachwuchs und im Jahr 2005 waren es schon 92 Euro, die der Staat für die Altersvorsorge der Eltern dazugab. Mittlerweile erhalten Eltern für jeden Sprößling, der vor 2008 geboren wurde, 185 Euro. Und für Kinder, die im Jahr 2008 oder danach auf die Welt kamen, gibt es sogar 300 Euro pro Jahr.

Wann gibt es die Riester Rente Kinderzulage?

Eltern werden bei der Riester Rente dann gefördert, wenn sie für ihre Kinder Kindergeld erhalten. Die Riester Förderung in Form der Riester Kinderzulage gibt es für alle Eltern mit einem Riester-Konto, sofern diese in dem betreffenden Kalenderjahr mindestens einen Monat lang Anspruch auf Kindergeld haben. Die Förderung muss natürlich beantragt werden. Nach der Geburt eines Kindes oder bei dem Neuabschluss eines Riester-Vertrags müssen die Eltern bei ihrem Anbieter einen Antrag auf die Kinderzulage stellen. Dafür benötigen sie dann einen Kindergeldbescheid, weil sie die Kindergeldnummer und die zuständige Familienkasse angeben müssen.

Kinderzulage bei der Riester Rente: Für Mutter oder Vater?

Anders als die Grundzulage, die sowohl die Mutter als auch der Vater bekommen können, wird die Riester Kinderzulage nur einmal pro Kind gezahlt. Der Paragraph 85 des Einkommenssteuergesetzes regelt, wer das Geld auf seinem Riester-Konto gutgeschrieben bekommt. Bei Ehepaaren wird der Zuschuss für die Altersvorsorge der Mutter zugewiesen, auf Antrag beider Elternteile kann aber auch der Vater die Zulage bekommen. Bei Paaren mit zwei Kindern und zwei Riester-Verträgen können auf diese Weise beide Elternteile jeweils eine Zulage erhalten. Ein entsprechender Antrag, dass der Vater die Riester Kinderzulage bekommt, muss jedes Jahr aufs Neue gestellt werden und kann für abgelaufene Beitragsjahre nicht zurückgenommen werden.

Für Unverheiratete gilt: Entscheidend ist immer, wer das Kindergeld erhält. Sofern die Mutter das Kindergeld bezieht, kann sie die Riester Kinderzulage nicht an den Kindsvater übertragen – auch dann nicht, wenn dieser eine Riester-Rente abgeschlossen hat und sie nicht. Sofern innerhalb eines Jahres zeitversetzt mehrere Riester-Sparer für dasselbe Kind Kindergeld beziehen, erhält derjenige die Riester Kinderzulage, dem in dem betreffenden Jahr zuerst das Kindergeld ausgezahlt worden ist.

Wie wird die Riester Rente Kinderzulage bei Scheidung geregelt?

Wenn verheiratete Paare sich scheiden lassen, muss die Kindszulage bei der Riester Rente unter Umständen neu geregelt werden. Nach der Scheidung muss in jedem Fall der Anbieter informiert werden, bei dem der Riester-Vertrag besteht. Auch die Zulagenstelle muss über die Änderung der familiären Verhältnisse in Kenntnis gesetzt werden. Der Elternteil, der die staatliche Förderung für den gemeinsamen Nachwuchs bekommen soll, muss entsprechend auch die Kindergeldberechtigung besitzen. Je nachdem, wie die Partner sich hier einigen, muss dafür eine Änderung bei der zuständigen Familienkasse in die Wege geleitet werden.

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Keine Riester Kinderzulage ohne Kindergeldberechtigung

Die Riester Rente Kinderzulage ist stets an den Kindergeldbezug gekoppelt. Sobald das Kindergeld wegfällt, müssen Riester-Sparer auf den attraktiven Zuschuss für ihre Altersvorsorge verzichten. Wichtig bei Wegfall des Kindergeldes und damit auch der Zulagen ist zudem, dass Sparer dann auch ihre Einzahlungen in den bestehenden Riester-Vertrag erhöhen. Andernsfalls kann es passieren, dass sie die verbleibende Förderung in Form der Grundzulage nicht mehr in voller Höhe erhalten.