So funktioniert die Riester Förderung

Bei der Riester Förderung gibt es Zulagen und Steuervorteile.Verschiedene Altersvorsorgezulagen und Steuervorteile bietet der Staat für Riester-Sparer. Einen Anspruch auf die staatliche Förderung hat allerdings nicht jeder. Nur Zulagenberechtigte können von der Unterstützung des Staates bei der privaten Altersvorsorge profitieren.

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Zulagenberechtigte der Riester Förderung

Einen unmittelbaren Anspruch auf die Riester Förderung haben nur bestimmte Personengruppen. Dazu zählen unter anderem rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und pflichtversicherte Selbständige, Beamte und Empfänger von Amtsbezügen, Bezieher von Arbeitslosen- und Krankengeld, Auszubildende und rentenversicherungspflichtige Studenten sowie geringfügig Beschäftigte und Kindererziehende, die Kindererziehungszeiten beantragt haben.

Nicht zulagenberechtigt sind unter anderem Selbständige ohne Rentenversicherungspflicht. Ehepartner eines unmittelbar Zulagenberechtigten sind mittelbar zulagenberechtigt und können die Riester Förderung erhalten, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschließen, in den sie mindestens 60 Euro pro Jahr einzahlen. Ein Riester Rechner kann Ihnen nicht nur den passenden Tarif zeigen, sondern auch die Riester Förderung berechnen.

zulagenberechtige Personen

  • rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Selbständige
  • Bezieher von Arbeitslosengeld
  • Bezieher von Krankengeld
  • Arbeitlosengeld II Empfänger
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • geringfügig Beschäftigte
  • vollständig Erwerbsgeminderte oder Dienstunfähige
  • Kindererziehende

Nicht zulagenberechtigte Personen

  • nicht rentenversicherungspflichtige Selbständige
  • Altersrentner
  • Bezieher einer Erwerbsminderungsrentre
  • Studenten, die nicht rentenversicherungspflichtig sind

Wer nicht zu dem begünstigten Personenkreis gehört, kann unter Umständen trotzdem von der Riester Förderung profitieren. Denn Ehepartner von Förderberechtigten können ebenfalls eine Riester Rente abschließen. Hierzu müssen sie einen eigenständigen Vertrag abschließen und mindestens den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr einzahlen, um die Förderung zu erhalten.

Förderung durch Altersvorsorgezulagen in 2017

Diese Diagramm zeigt die Entwicklung der Riester Zulagen.Bei Riester-Sparern, die den erforderlichen Mindesteigenbeitrag aufbringen, zahlt der Staat jährlich Zulagen in den Vertrag ein. Wie hoch die Zulage ausfällt, hängt von den individuellen Voraussetzungen des Riester-Sparers ab. Die maximale Grundzulage, die jeder Riester-Sparer erhalten kann, beträgt zurzeit 154 Euro pro Jahr.

Wer „riestert“ und Kinder hat, kann zusätzlich Kinderzulagen erhalten. Für jedes kindergeldberechtigte Kind, das vor dem Jahr 2008 geboren wurde, gibt es eine jährliche Kinderzulage in Höhe von 185 Euro. Pro kindergeldberechtigtes Kind, das ab 2008 geboren wurde, erhalten Riester-Sparer sogar 300 Euro im Jahr als Zulage vom Staat. Ein Anrecht auf die Kinderzulage haben Riester-Versicherte immer dann, wenn für das betreffende Kind im jeweiligen Kalenderjahr mindestens einen Monat lang Anspruch auf Kindergeld bestand.

Seit 2008 gibt es bei der Riester Rente des Weiteren den Berufseinsteiger-Bonus. Alle Riester-Sparer, die unter 25 Jahre alt sind, zum unmittelbar zulagenberechtigten Personenkreis zählen und nach dem 31. Dezember 1982 geboren wurden, können in ihrem ersten Riester-Jahr einmalig eine um 200 Euro erhöhte Grundzulage erhalten.

Antrag auf Riester Förderung

Dieses Diagramm zeigt die Entwicklung der Riester Förderung.Riester-Sparer erhalten die Altersvorsorgezulage nicht automatisch vom Staat. Sie müssen diese über ihren jeweiligen Riester Rente Anbieter beantragen. Wenn der Zulageantrag nicht innerhalb von zwei Jahren beim Anbieter eingeht, entfällt die Förderung durch den Staat. Der Zulagenantrag muss für jedes Jahr neu gestellt werden. Riester-Sparer können jedoch auch ein Dauerzulageverfahren in Anspruch nehmen. Zur Vereinfachung des Antragsverfahrens ist es möglich, einen Dauerzulagenantrag zu stellen, mit dem der Anbieter bevollmächtigt wird, die jährliche Zulage für den Kunden zu beantragen, ohne dabei jedes Mal die Zustimmung des Versicherten einzuholen.

Steuervorteile auch 2017 bei der Riester Förderung sichern

Sonderausgabenabzugpro Jahr
2002/2003
2004/2005
2006/2007
ab 2008
525 Euro
1.050 Euro
1.575 Euro
2.100 Euro

Neben der Altersvorsorgezulage bietet die Riester Rente – insbesondere für Gutverdiener ohne Kinder – steuerliche Vorteile. Der Staat gewährt einen so genannten steuermindernden Sonderausgabenabzug. Das heißt, die eingezahlten Riester-Beiträge können als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Das Finanzamt führt dazu von Amts wegen eine Günstigerprüfung durch, in der ermittelt wird, ob eine Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug für den Riester-Sparer vorteilhafter wäre als der Erhalt der Zulagen. Wenn die steuerliche Entlastung höher als die Zulage ausfällt, können Riester-Sparer Steuern auf die eingezahlten Beiträge zurückerhalten. Jetzt Steuervorteile sichern und ein Angebot anfordern.

Voraussetzung für die Riester Förderung

Bei der Riester Rente gibt es einige gesetzliche Vorgaben, die die steuerliche Betrachtung sowie die Auszahlungen betreffen. Verbraucher sollten sich vor dem Vertragsabschluss darüber im Klaren sein.

  • Die Auszahlung muss als Leibrente erfolgen. Das heißt als monatliche lebenslange Rente. Eine 30prozentige Kapitalauszahlung bei Rentenbeginn ist zudem möglich und nicht zulagenschädlich.
  • Anfängliche Teilauszahlungen und die laufenden Rentenzahlungen sind voll steuerpflichtig.
  • Sofern der Versicherungsnehmer gesetzlich krankenversichert ist, sind die Auszahlungen einer Betriebsrente als
  • Riester Rente voll kranken- und pflegeversicherungspflichtig.

Die Riester Zulage und somit die Förderung gibt es nur für Verträge, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zertifiziert sind.

Folgende Voraussetzungen müssen für die Zertifizierung gelten:

  • Endet der Vertrag müssen für den Sparer wenigstens die eingezahlten Beiträge samt der Riester Förderung zur Verfügung stehen.
  • Die Leistungen dürfen frühestens ab dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden
  • Die Auszahlung muss als lebenslange Rente erfolgen
  • Die Abschluss- und Vertriebskosten müssen auf mindestens 5 Jahre verteilt werden.
  • Ein Riester Vertrag kann nicht gepfändet, beliehen oder abgetreten werden.
  • Es muss vierteljährliche Kündigungs- oder Ruhestellungsmöglichkeit vorhanden sein.
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Daneben ist bei der Riester Förderung auch geregelt, wann die Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen. Hier spricht man dann von der „schädlichen Verwendung“.

  • Kündigung des Vertrags: Es sei denn das Kapital wird auf einen anderen Vertrag übertragen (Anbieterwechsel)
  • Verzug in einen Staat außerhalb der EU/EWR-Staaten, wo keine Zulageberechtigung besteht
  • Auszahlung an die Erben bei Tod des Versicherungsnehmers
  • Teilauszahlung des Kapitals, das nicht für die Finanzierung von Wohneigentum genutzt wird